Entwicklung Burgruine Burgschwalbach

Burgschwalbach, 10/2018

B u r g GESCHICHTE n

Der Ideenteil des Wettbewerbs soll sich mit dem Umfeld und der Wegeführung zur Burg für Besucher auseinandersetzen. Ziel ist insgesamt die Schaffung eines attraktiven und qualitätsvollen touristischen Anziehungspunktes im nördlichen Rheinland-Pfalz, der zugleich der Geschichte und historischen Bedeutung der Burganlage Rechnung trägt.

  • Burg
  • Tourismus
  • Wegeführung
  • historische Bedeutung

Hochbaulich- freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit Ideenteil

In Zusammenarbeit mit             Architekten Stein Hemmes Wirtz , Kasel

Erläuterung:
Seit Ihrer Errichtung hat die Burg Schwalbach im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche An- und Umformungen erfahren müssen. Die heute vorzufindende „aufgeweichte Erscheinung“ ist das Ergebnis dieser Entwicklung. Wir möchten das kraftvolle Ursprüngliche der Burg herausarbeiten – Schichten freilegen – die „alte Silhouette“ soll in klarer, ausdrucksstarker Gestalt neu gezeichnet werden. Wiederkehrende Elemente aus Stahl, Naturstein und Beton sind Sinnbild für die Umgestaltung, sie machen die B u r g GESCHICHTE lesbar, welche im Einklang mit den gewünschten Nutzungsanforderungen, zeitlos fortgeschrieben wird…
Die Silhouette der Burg wird sich im Sinne unseres Konzeptansatzes markant verändern (Entnahme der Dachlandschaft, Ergänzung Pächterhaus). Der Burgfelsen wird gem. historischen Vorgaben (Wehrburg) überwiegend talseits akzentuiert vom bestehenden Baumbestand freigestellt.
Im Bereich der Stadthalle „Burgblick“ wird ein Besucherparkplatz vorgeschlagen, von dem der „Schlossweg“ durch Schwalbach geführt wird. Wechselnde Blickbeziehungen zur Burg und evtl. histor. Hinweise auf den Ort bereichern die Wegeführung und führen zum eigentlichen historischen „Schlossweg“ entlang am westlichen Burgmassiv über die Burg-Vorfläche bis zum Burgtor. Sitzplätze mit Infotafeln begleiten den Weg und das Erlebnis des historischen Raum- und Landschaftseindrucks beim Aufstieg.

„Wir möchten das kraftvolle Ursprüngliche der Burg herausarbeiten“

Beurteilung durch das Preisgericht:
Die Arbeit wählt einen behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz. Besonders interessant ist die Infragestellung der Steildachkonstruktion aus den 1980er Jahren auf dem Palas. Diese Rückführung auf einen vermutlich ursprünglichen Zustand erscheint legitim. Wesentliche Änderung ist die Erweiterung als Aufstockung im Bereich des Pächterhauses. In ihrer Zurückhaltung wird diese additive Lösung positiv gewürdigt. Die Materialität der Außenhaut ist jedoch zu hinterfragen. Kritisch gesehen wird auch die markante Öffnung innerhalb der Ringmauer im Torzwinger. Der Erlebniswert der historischen Wegeführung zur Burg wird gesteigert durch den Rückbau des Fahrweges (Schlossweg) zu einem attraktiven Fußweg. Das geforderte Raumprogramm ist erfüllt. Aussagen zur Erschließung und Nutzbarkeit des äußeren Burghofes wären zu ergänzen. Die innere Erschließung des Palas erfolgt durch Treppe / Aufzug geschickt mit Hinzufügung von wenigen neuen Elementen. Dadurch können die Geschossebenen funktionell und barrierefrei erschlossen werden. Die vom Torzwinger aus führende tunnelartige, barrierefreie Erschließung wird sehr kritisch gesehen. Die relativ geringen Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz lassen eine wirtschaftliche Lösung erwarten. Bezüglich der ökologischen Qualität stellt die Jury keine besonderen Merkmale fest. Auf der 2. Ebene des Palas und im Neubauteil über dem Pächterhaus fehlen die zweiten baulichen Rettungswege, was jedoch korrigierbar erscheint.
Die Arbeit trägt sowohl im Ideenteil als auch im Realisierungsteil einige wertvolle Vorschläge zum Umgang mit dem Denkmal und seiner Umgebung bei, kann aber in Bezug auf die Erschließung und die Materialität nur bedingt überzeugen.

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